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Das Bundesforschungsministerium hat die Nationale Dekade gegen postinfektiöse Erkrankungen ausgerufen und stellt dafür 500 Mio. Euro bereit. Ein deutliches Signal. Nun sollen Long COVID, Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom und verwandte postinfektiöse Synsrome in den Fokus von Forschung, Versorgung und Gesundheitspolitik rücken.

RNA-Therapien haben sich von der Vision zur klinischen Realität entwickelt – zumindest teilweise. Während siRNA- und Antisense-Wirkstoffe bereits zugelassen sind, kämpfen MicroRNA-Ansätze noch um den entscheidenden Durchbruch. Am Beispiel von miR-21 zeigt sich, warum das Potenzial groß ist, der Weg in die Klinik jedoch komplex bleibt – und weshalb nun ein neuer, gezielter Anlauf startet.

Das Schweizer Medizintechnik-Unternehmen Clee Medical schloss Ende Februar erfolgreich eine Seed-Finanzierungsrunde ab. Mit dem Geld will das Team um Matthew Lapinski seine Plattform Neuro Access für die intraoperative Echtzeit-Bildgebung des Gehirns weiterentwickeln und die Zulassung vorbereiten.

20 Jahre nach der Gründung steht die Aicuris Anti-infective Cures AG vor dem Exit: die japanische Asahi Kasei übernimmt das Wuppertaler Biotech-Unternehmen für 780 Mio. Euro. Mit antiviralen Therapien für immungeschwächte Patienten hat sich Aicuris eine starke Pipeline aufgebaut. Der Abschluss ist für das erste Halbjahr 2026 geplant.

Übernahme in Wuppertal: Die auf Wirkstoffe gegen Infektionskrankheiten spezialisierte Aicuris Anti-Infective Cures AG geht für fast 800 Mio. Euro (rund 920 Mio. US-Dollar) an die japanische Pharmafirma Asahi Kasei. Das mit Substanzen von Bayer durch die ehemalige Mitarbeiterin Helga Rübsamen-Schaeff gegründete Unternehmen hatte eine eigene Zulassung bewerkstelligt und befindet sich mit Wirkstoffen in der späten klinischen Entwicklung, die aktuell mit positiven Daten auf wissenschaftlichen Konferenzen aufwarten.

Die Clusterkonferenz 2026 im Kongresshaus Baden-Baden richtet sich an eine breite Zielgruppe, die den Fortschritt in der Mikrosystemtechnik aktiv gestaltet. Zu den Kernzielgruppen gehören führende Köpfe der Industrie – Hersteller von Elektronikprodukten, Entwickler, CTOs und Produktmanager – ebenso wie technische Abteilungsleiter und Einkäufer.

Zusätzlich freuen sich die Veranstalter auf Teilnehmer aus Forschungseinrichtungen, großen Industrieunternehmen und HR-Abteilungen. Ebenso herzlich sind Studenten verwandter Fachrichtungen, wie Physik und Medizintechnik, eingeladen, die Konferenz zu besuchen.

Das interaktive Programm gibt allen Konferenzteilnehmern die Gelegenheit, Wissen auszutauschen, neue Partnerschaften zu schließen und wirklich relevante Technologien live zu erleben. Die begleitende Ausstellung bringt innovative Unternehmen und Technologien zusammen.

 

Die Ethris GmbH, Evonik und Bavarian Nordic sind Teil des EU-Konsortiums NOFLU, das von der EU-Behörde HaDEA zunächst 13 Mio. Euro erhält – bei einem Gesamtvolumen von bis zu 148 Mio. Euro. Gefördert wird die Entwicklung eines inhalierbaren mRNA-Impfstoffs gegen pandemische Influenza. Zuerst sollen die Sicherheit und Immunantwort der Ethris-Plattform getestet werden.

Oft wird beklagt, dass der deutsche Mittelstand Innovationen aus den vielen Life-Sciences-Start-ups der Republik zu zögerlich aufnimmt. Die Kooperation von Bürkert und Green Elephant Biotech (Gießen) zeigt, dass es auch recht schnell gehen kann.

Die Geschäftszahlen der hessischen Brain Biotech AG zünden nicht gerade ein Feuerwerk der guten Botschaften, doch die leichten positiven Trends sprechen zumindest für eine Stabilisierung. Die größten Hoffnungsträger hat der Entwickler und Hersteller von Enzymen nun im Bereich von Pharma, die Beteiligungen in diesem Bereich helfen über Meilensteine der Bilanz.

Die Global Lab Live-Reihe vereint Strategie und Integration. Mehr als 3.000 Entscheider aus den Bereichen Pharma, Biotechnologie, Chemie, Materialwissenschaften, Landwirtschaft, Energie und Medizin treffen sich im Mai auf der Future Labs Live im Baseler Kongresszentrum.

Sie tauschen sich darüber auf, bestehende Arbeitsabläufe mit Hilfe von KI neuzugestalten und so die Arbeitsabläufe in Laboren zukunftsfähig zu machen.